Der Arbeitsmarkt in der Region: Startup-Unternehmen bereichern den Markt mit neuen und innovativen Ideen.

Zwischen Bodenständigkeit und Veränderungsbereitschaft

Zwischen Bodenständigkeit und Veränderungsbereitschaft
Ulrich Käser ist Leiter der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Foto: Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt in unserer Region ist vielfältig und breit aufgestellt, von großen Industrie- bis hin zu kleinen Handwerksbetrieben. Die meisten Menschen im Agenturbezirk Aachen-Düren arbeiten in der Gesundheitsbranche, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Unsere Region ist zunehmend stärker digital aufgestellt und zeichnet sich auch durch Knowhow im Bereich Forschung und Technik aus, nicht zuletzt wegen unserer Hochschulen und Fachhochschulen. Hier entstehen immer wieder Startup-Unternehmen, die den Markt mit neuen und innovativen Ideen bereichern, z. B. im Rahmen der immer wichtiger werdenden Elektromobilität oder der Entwicklung zu einer Wasserstoff-Modellregion.

Zukunftsregion

Unsere Region ist in vielfacher Weise attraktiv. Sie bietet neben einer hervorragenden Hochschul- und Fachhochschullandschaft auch innovative und zukunftsorientierte Unternehmen sowie zahlreiche Traditionsunternehmen. Der Arbeitsmarkt zeichnet sich durch vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten aus.

Attraktive Städte in einem lebenswerten Umfeld, die zentrale Lage in der Grenzregion und die von Optimismus geprägte Lebensart bieten alles, was zum Leben und Arbeiten für die Menschen wichtig ist. Und das ist nicht nur eine Momentaufnahme. Die Mischung aus Bodenständigkeit und Veränderungsbereitschaft, die ich in unserer Region wahrnehme, sind die Grundlage dafür, dass wir uns zu Recht als Zukunftsregion bezeichnen können“, beschreibt UIrich Käser, Leiter der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, die Region. Der hiesige Arbeitsmarkt ist zwei Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie in einer guten Verfassung. „Die Arbeitslosigkeit reduziert sich in diesem März stärker als in den letzten Jahren, damit setzt die Frühjahrsbelebung frühzeitiger ein. Wir betreuen rund 6000 Menschen weniger als noch vor einem Jahr und rund 460 Personen weniger als im März 2020“, erläutert Ulrich Käser, Leiter der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Der Arbeitsmarkt steht aufgrund des Kriegs in der Ukraine bereits vor neuen Herausforderungen. "Welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt in unserer Region haben wird, können wir aufgrund der sich stetig verändernden Situation nicht konkret voraussagen. Überwiegend sind derzeit Frauen mit Kindern unter den Geflüchteten. Viele werden erst einmal Zeit benötigen, die Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten, die humanitäre Hilfe steht im Vordergrund. Aktuell haben wir deshalb noch keinen nennenswerten Zugang von Menschen mit ukraini- „scher Staatsangehörigkeit in der Arbeitslosenstatistik. Die weitere Entwicklung beobachten wir sehr genau und stehen als Ansprechpartner für die Geflüchteten zur Verfügung.

Wir informieren und beraten zu Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme, unseren Fördermöglichkeiten und sind Lotse zu anderen Netzwerkpartnern, mit denen wir schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten“, erklärt Ulrich Käser weiter. z. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in unserer Region gesunken.

Seit dem Frühjahr 2021 sehen wir aber wieder einen deutlichen Anstieg der gemeldeten Arbeitsstellen. In diesem März gibt es mit 10.391 freien Stellen, mehr als in einem März der letzten 5 Jahre. Die meisten Stellenangebote waren im März in den Branchen Produk tion (2596), Gesundheit und Soziales (2129) sowie Verkehr und Logistik (1666) gemeldet.

Fachkräfte gesucht

„Der Bedarf an Fachkräften ist groß, hier möchte ich keine Branche ausschließen. Am größten ist der Bedarf sicherlich in den Pflegeberufen, das wissen wir nicht erst seit Corona.

Auch im Handwerk und in den MINT-Berufen Mathe- ( matik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sehen wir eine große Nachfrage bei uns in der Region. Wichtig ist, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aktiv werden, z. B. indem sie ihre Fachkräfte selbst ausbilden oder ihre Beschäftigten fördern und qualifizieren. Qualifizierung ist mehr denn je der Schlüssel zum Schritthalten am Arbeitsmarkt - egal, ob zum Beginn des Berufslebens oder währenddessen. Wir bieten hier Beratung und umfassende Unterstützung durch unsere verschiedenen Teams an, die sich um Ausbildungssuchende, Berufstätige, Arbeitgeber/ innen, Arbeitssuchende und Arbeitslose kümmern“, erläutert Ulrich Käser.

Neben dem generellen Trend zur Digitalisierung der Arbeitswelt, den damit verbundenen Veränderungsprozessen und dem auch in Zukunft permanent sinkenden Fachkräfteangebot durch den demografischen Wandel, steht unsere Region auch vor weiteren groBen Herausforderungen. Ein Beispiel hierfür ist der Strukturwandel im Rheinischen Revier.

"Die Arbeitsagenturen Aachen-Düren, Brühl und Mönchengladbach begleiten diesen Wandel bereits jetzt mit ihren Beratungs- und Fördermöglichkeiten“, so Ulrich Käser weiter.

Informationen und Kontaktmöglichkeiten unter: www.arbeits-agentur.de/aachen-dueren