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Bescheid wissen und Vorteile nutzen

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Pflegereform: Seit Jahresbeginn 2022 gibt es wichtige Änderungen für Betroffene.

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Durch die Pflegereform ergeben sich 2022 einige Anderungen für Pflegebedürftige. Bei einer fachkundigen Beratung lassen sich aufkommende Fragen klären. Fotos: did/compass private pflegeberatung

Auch unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie hat noch die alte Bundesregierung eine Pflegereform vorgelegt, die im Juni 2021 vom Bundestag beschlossen wurde. Sie sieht unter anderem eine bessere Entlohnung des Pflegepersonals und bessere Personalschlüssel vor. Seit 1. Januar gibt es aber auch für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen einige Änderungen, die Betroffene kennen sollten."Eine der wichtigsten Anderungen ist die Erhöhung der Pflegesachleistungen“, erklärt Expertin Tina Land. Für die Arbeit eines ambulanten Pflegedienstes werden seit dem Jahreswechsel fünf Prozent mehr erstattet, es gibt nun 724 Euro für Pflegegrad 2, 1363 Euro für Pflegegrad 3, 1693 Euro für Pflegegrad 4 und 2095 Euro für Pflegegrad 5. "Dadurch wird die Beauftragung eines Pflegedienstes auch für Menschen attraktiver, die bisher keine Hilfe von außen in Anspruch genommen haben. Denn bei Kombinationsleistungen bleibt nun mehr Pflegegeld übrig“, erklärt die Expertin. Unter www.pflegeberatung.de beispielsweise gibt es einen Pflegekostenrechner für ambulante Leistungen.

Bei der telefonischen Pflegeberatung arbeiten erfahrene terinnen und Berater, die sich auch mit den aktuellen Gesetzesänderungen auskennen. 

Ebenfalls erhöht wurden die Leistungen für die Kurzzeitpflege - von 1612 auf 1774 Euro pro Kalenderjahr. Wer unsicher ist, welchen Einfluss die Änderungen bei der Zusammenstellung und Berechnung der ihm oder seinen Angehörigen zustehenden Leistungen haben und sich Unterstützung wünscht, sollte sein Recht auf Pflegeberatung wahrnehmen.

Vermehrten Beratungsbedarf wird es nach Einschätzung von Tina Land auch bei den neu beschlossenen Zuschüssen zu den Pflegekosten im Heim geben. Hier sollen die Pflegekassen im ersten Jahr des Aufenthalts fünf Prozent, im zweiten Jahr 25 Prozent, im dritten Jahr 45 Prozent und danach 70 Prozent übernehmen. "Wichtig ist es dabei zu verstehen, dass diese Zuschüsse nur auf den pflegerischen Teil begrenzt sind“, betont die Beraterin. Die sogenannten Hotelkosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten und gegebenenfalls die Ausbildungsumlage der Einrichtung seien davon nicht betroffen. Wie viel diese Entlastung individuell ausmacht, lässt sich ebenfalls am besten in einer professionellen Beratung klären. (djd)


Gut gebettet in jedem Lebensalter

Wenn das Aufstehen zunehmend schwerfällt oder gesundheitliche Beschwerden spezielle Anforderungen an die Liegeposition stellen, sind Schlafsysteme mit individueller Unterstützung gefragt. Dabei soll die Wohnlichkeit allerdings nicht zu kurz kommen. Ein Pflegebett in seiner konventionellen Optik zum Beispiel könnten sich die wenigsten Senioren für ihr Zuhause vorstellen. Dabei gibt es Alternativen wie ein Funktionsbett, das hohe Sicherheit und Komfort mit einem ansprechenden Design verbindet. Ein zentrales Element bildet dabei der motorisierte Hublift. Bequem liegen, schlafen, lesen , fernsehen oder einfach nur entspannen: Ein Tastendruck auf die Fernbedienung genügt, um das Bett in die gewünschte Position zu bringen. So kann es per Hublift in die Höhe fahren oder schräg gestellt werden, um eine entlastende Liegeposition beispielsweise bei Reflux, dem Rückfluss von Magensäure, zu ermöglichen.  Foto: did/Rummel Matratzen